Nach den beiden Rechtsrockkonzerten in Themar scheint ein alter Streit in der hiesigen Neonaziszene erneut ausgebrochen zu sein. Hierbei wird vor allem gegen Patrick Schröder, welcher das so genannte „Rock für Identität“ mit 1000 Teilnehmenden in Themar organisierte, Stellung bezogen. Auch Daniel Franz, der gemeinsam mit Schröder das Onlineportal FSN-Revolution betreibt, gelangt ins Kreuzfeuer. Federführend im Spaltungsprozess ist Makss Damage alias Julian Fritsch.

Die alten Streitigkeiten

Fritsch wirft in sozialen Medien den beiden Neonazis Kooperation mit staatlichen Behörden vor. So soll Daniel Franz vor Jahren umfassende Aussagen gegen die eigenen Kameraden bei einem polizeilichen Verhör getätigt haben. Michael Brück, stellvertretender Landvorsitzender der Partei „Die Rechte“ in NRW, bestätigte, dass Franz „umfangreich gegen damalige Aktivisten des „Freien Netz Süd“ ausgesagt haben soll. Hierbei handelt es sich wohl um eine etwa 16 Seiten umfassende Aussage, welche den Neonazis laut eigener Aussage vorliegen. Weiterhin sollen beide im Kontakt mit dem Verfassungsschutz stehen oder gestanden haben.

Zahlreiche Unterstützung mobilisiert

Zusätzliche Unterstützung erhält Fritsch von zahlreichen anderen Neonazis. Hierzu gehören weitere Mitglieder der Partei „Die Rechte“, der Garde 20 sowie zahlreiche Angeklage im Ballstädtprozess. Auch Tony Gentsch und andere Parteikader vom Dritten Weg zählen zu den Unterstützern. In einer Sendung von FSN-TV sprach Schröder davon, dass zuletzt auch ein Musikvideo mit 10 bis 15 vermummten Neonazis gedreht wurde. Dieses soll sich gegen Schröder und Daniel F. richten.
Andere Neonazis legten Fritsch wiederum nahe, dass sich dieser lieber zurück halten soll, da er sich dieser zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der rechten Szene befunden hat. Jener war zu diesem Moment noch Teil einer linken, antiimperialistischen Gruppe.

Weitere Bekanntmachungen angekündigt

Ein Spaltungsprozess innerhalb der deutschen Neonaziszene scheint im vollen Gange und noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Frisch lies verlauten, so etwas „muss (auch) bei FB und im Netz ausgetragen werden, weil so möglichst viele Leute von seinen Schandtaten erfahren und ihn endlich Richtig einschätzen können.“ Des Weiteren kündigte er an, in Zukunft (weitere) Fakten auf den Tisch bringen zu wollen. Es ist und bleibt spannend.

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