Vor allem auf Grund zahlreicher rechter Aufmärsche und Übergriffe geriet Sachsen in der Vergangenheit immer wieder negativ in die Schlagzeilen. Doch auch abseits der öffentlichen Wahrnehmung sind Neonazis aktiv und organisieren Konzerte, um Gelder zu erwirtschaften und der hiesigen Szene ein subkulturelles Angebot zu machen.

Beispielsweise wird aktuell ein Konzert für den 27. Mai im Raum Döbeln beworben. Neben den Hip-Hop-Acts „Makss Damage“ und „Villai051“ sollen auch die Liedermacher „F.i.e.L.“ und  „FreilichFrei“ auftreten. Wie auch in zahlreichen anderen Kleinstädten Sachsens, existiert auch in Döbeln eine Neonaziszene. Bereits Anfang 2013 kam es zu einer Razzia gegen die Vereinigung „Nationale Sozialisten Döbeln“, welche daraufhin verboten wurde.

Auch für den 17. Juni ist ein Konzert mit der „Lunikoff-Verschwörung“, „Kevin von Amok“ aus der Schweiz und „Schrad-di/RAC Teufel“ im Großraum Leipzig angekündigt. Die sächsische Landesregierung teilte auf Nachfrage des Abgeordneten der Grünen im Landtag Valentin Lippmann mit, dass das Konzert wohl im Grimma stattfinden soll. Wie ebenfalls den Antworten der Anfrage zu entnehmen ist, liegt den Ordnungsbehörden aktuell keine Anmeldung vor. Das Konzert, welches als Sommerfest beworben wird, soll bereits am Nachmittag beginnen.
Die sächsische Stadt nahe Leipzig war bereits in der Vergangenheit Austragungsort von rechten Events. So organisierten Neonazis am 21. Februar 2009 ein Hallen-Fußballtunier, welches ausschließlich von ebensolchen besucht wurde.

Eine weitere rechte Musikveranstaltung soll es am 1. Juli geben. Für diesen Tag wird für einen Liedermacherabend mit Hannes Ostendorf und Stefan Ernie Behrens von „Kategorie C“ geworben. Am selben Tag wird auch im thüringischen Gera das so genannte „Rock für Deutschland“ nach zwei Jahren Pause wieder stattfinden.

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