Etwa 55 Personen aus der deutschen und der kurdischen Linken demonstrierten heute Nachmittag in der Leipziger Innenstadt gegen die türkischen Luftangriffe auf kurdische Gebiete in Syrien und im Irak.

Heute Nacht hatte die türkische Luftwaffe kurdische Gebiete in Syrien und im Irak angegriffen. Dabei sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen, darunter Kämpfer*innen der syrisch-kurdischen YPG, der irakisch-kurdischen Pêşmerga, Journalist*innen und andere Zivilist*innen. Verletzt wurde auch ein Angehöriger der êzîdischen Verteidigungseinheiten YBŞ.

Um gegen diesen erneuten Angriff der türkischen Regierung auf die kurdische Selbstverwaltung zu protestieren, formierte sich gegen 18 Uhr eine spontane Demonstration in der Leipziger Innenstadt. Ungefähr 40 Leute liefen hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit Rojava“ durch die Fußgängerzonen. Dabei wurden Parolen wie „Solidarität mit Rojava – weg mit dem Verbot der PKK“ gerufen. Passant*innen wurden per Megafon über das Anliegen der Demonstration informiert.

Zwischenkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz
Zwischenkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz

Auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof führten die Demonstrant*innen eine Zwischenkundgebung durch, bevor die Demonstration weiter durch die Innenstadt zog. Am Willy-Brandt-Platz schlossen sich weitere 15 Menschen der Demo an. Die Redebeiträge verurteilten den Angriff auf die kurdischen Gebiete und kritisierten in diesem Zusammenhang auch die Kolaboration der Bundesregierung mit dem türkischen Regime. Aus größerer Entfernung waren die Reden allerdings schlecht zu verstehen. Trotz einzelner Mängel in der Außendarstellung war die Spontandemonstration ein wahrnehmbares Zeichen gegen den Krieg der türkischen Regierung.

 

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