Nachdem die Polizei das gerichtlich genehmigte „Antikapitalistische Protestcamp“ gegen den G20-Gipfel in Hamburg räumte und es zu Hausdurchsuchungen in Rostock kam, fand am Abend des 3. Juli in Leipzig eine Solidaritätsdemonstration statt. Hieran beteiligten sich zeitweise bis zu 300 Menschen.

Die Demonstration begann um 18:30 Uhr an der Wolfgang-Heinze/Herderstraße in Connewitz und zog über die Karl-Liebknechtstraße, durch die Südvorstadt, vorbei an der Polizeiwache hin zum Wilhelm-Leuschner-Platz. Im Laufe der Demonstration wuchs diese von ca. 220 Menschen auf 300 an, die sich solidarisch mit den Betroffenen der Repressionen zeigten. Am Wilhelm-Leuschner-Platz wurde gegenüber der Dimitroffwache eine Zwischenkundgebung abgehalten.

Demonstration auf Höhe der Dimitroffwache
Kritik am polizeilichen Vorgehen in Hamburg und Rostock

In den Redebeiträgen wurde Kritik am polizeilichen Vorgehen gegen die Protestierenden in Hamburg geübt. Die Polizei hatte am Sonntagabend unter Einsatz von Pfefferspray das „Antikapitalistische Protestcamp“ im Elbpark Entenwerder in Hamburg geräumt, obwohl dieses gerichtlich genehmigt worden war. Des Weiteren wurde auch auf Repressionsmaßnahmen in Rostock hingewiesen. Dort wurden die Wohnungen zweier Menschen durchsucht. Die Durchsuchungen fanden auf Anweisung der Amtsgerichte in Hamburg und Rostock statt. Als Grund für die Durchsuchungen nannte diese „Gefahrenabwehr“, da die Betroffenen Straftaten im Bezug auf die G20-Proteste geplant hätten. Einer von ihnen wurde dem Haftrichter vorgeführt und soll bis zum 10. Juli in Gewahrsam bleiben. Des Weiteren wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Polizei wieder zahlreiche Spitzel im Prozess einsetzen werde, wie es in Hamburg schon des Öfteren der Fall gewesen ist.
Abschließend wurde verlautbart, dass man auf zukünftige Repressionsmaßnahmen durch die Polizeieinheiten in Hamburg reagieren werde.

Eine kleine Fotostrecke befindet sich auf Flickr.

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