Mittwoch, August 23, 2017

Analyse & Kritik

Politischer Selbstmord

Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) möchte Björn Höcke aus der AfD werfen. Am Montag ist der Beschluss gefallen, ein Parteiausschlussverfahrens gegen den Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag einzuleiten. Neun Mitglieder des Bundesvorstands stimmten dafür, vier dagegen. Die Bundesvorsitzende Frauke Petry gilt als treibende Kraft hinter diesem Vorstoß. Hintergrund soll der Skandal um Höckes Rede am 17. Januar in Dresden sein. Der ehemalige Geschichtslehrer hatte mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin von einem „Denkmal der Schande“ gesprochen und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert.

Dem Rollback entgegen – Interview zum Feministischen Kampftag 2017

Am 8. März ist Weltfrauentag, von vielen linken und feministischen Gruppen auch als Frauenkampftag oder Feministischer Kampftag begangen. In Leipzig mobilisiert ein Bündnis aus linken und linksradikalen Gruppen für den 11. März zu einer Demonstration gegen das Patriarchat und den sexistischen Rollback. Ronny Gsawitz sprach mit Louise Ninive vom Feministischen Kampftagsbündnis aus Leipzig über den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus sowie über Perspektiven konkreter feministischer Kämpfe.
Echte Gefühle? – Ultràs von RedBull Salzburg zünden Pyro (Bild: Werner100359, commons.wikimedia.org, Lizenz: CC 4.0)

„Des Deutschen liebstes Kind“ – die reaktionäre Kritik an RB Leipzig

Die jüngsten Ausschreitungen Dortmunder Fans in Verbindung mit antisemitischen Beleidigungen gegen Anhänger_innen von RB Leipzig sind kein Einzelfall. Die in Fanszenen und Fachmagazinen verbreitete Kritik an RB Leipzig ist nicht nur verkürzt, sondern zutiefst reaktionär.

„Kulturalismus und Soziale Krise“ – Neuerscheinung ab März 2017

Der Mythos vom "Kampf der Kulturen" ist wissenschaftlich offensichtlich nicht ernstzunehmen. Wieso erfreut sich die Erklärung globaler und sozialer Konflikte mit "Kultur" dennoch so großer Beliebtheit? Was meinen selbsternannte Verteidiger_innen des Abendlands und Jihadist_innen, wenn sie von "Kultur" sprechen? Wie hängen Kolonialismus, Kapitalismus und islamischer Fundamentalismus zusammen? Diesen Fragen widmet sich das Buch "Kulturalismus und Soziale Krise" von Sarah Kreimendahl und Karl-Heinz Kreuzer, das ab März 2017 bei edition assemblage erscheinen wird.