Analyse & Kritik

Echte Gefühle? – Ultràs von RedBull Salzburg zünden Pyro (Bild: Werner100359, commons.wikimedia.org, Lizenz: CC 4.0)

„Des Deutschen liebstes Kind“ – die reaktionäre Kritik an RB Leipzig

Die jüngsten Ausschreitungen Dortmunder Fans in Verbindung mit antisemitischen Beleidigungen gegen Anhänger_innen von RB Leipzig sind kein Einzelfall. Die in Fanszenen und Fachmagazinen verbreitete Kritik an RB Leipzig ist nicht nur verkürzt, sondern zutiefst reaktionär.

„Kulturalismus und Soziale Krise“ – Neuerscheinung ab März 2017

Der Mythos vom "Kampf der Kulturen" ist wissenschaftlich offensichtlich nicht ernstzunehmen. Wieso erfreut sich die Erklärung globaler und sozialer Konflikte mit "Kultur" dennoch so großer Beliebtheit? Was meinen selbsternannte Verteidiger_innen des Abendlands und Jihadist_innen, wenn sie von "Kultur" sprechen? Wie hängen Kolonialismus, Kapitalismus und islamischer Fundamentalismus zusammen? Diesen Fragen widmet sich das Buch "Kulturalismus und Soziale Krise" von Sarah Kreimendahl und Karl-Heinz Kreuzer, das ab März 2017 bei edition assemblage erscheinen wird.

Suhl: „Grünes Haus“ spricht sich für „Grauzone“ aus

Anfang August 2015 kam es im „Grünen Haus“ Suhl zur öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema „Grauzone“. Seit Jahren schwelte der Konflikt bereits in der subkulturellen Szene von Suhl. Seit nun mehr als einem Jahr hatten sich Vereinsmitglieder des „Grünen Haus e.V.“ und die lokale Antifa mit dem Thema befasst. Eine Mitgliederversammlung im November entschied sich in einer Abstimmung knapp für die Akzeptanz der „Grauzone“ im ehemals linken Projekt. Nach dieser fatalen Entscheidung, ziehen die Antifa Suhl/Zella-Mehlis und andere linken Projekte nun die richtigen Konsequenzen.

No Go Areas im Ruhrgebiet? – Interview zum Stadtgespräch des WDR 5

Der Radiosender WDR 5 lud am Donnerstag, 6. Oktober 2016 zu einer Diskussionsveranstaltung über sogenannte „No Go Areas“ im Ruhrgebiet. Konkret bezog sich der Radiosender dabei auf die Stadtteile Duisburg-Marxloh und Essen-Altenessen. Im Ankündigungstext wurden die Gegenden als „heißeste Pflaster des Landes“ bezeichnet. Das Gesetz der Straße, das Recht des Stärkeren herrsche dort. Ein Sicherheitsgefühl gäbe es nicht und die Polizei sei machtlos gegen ein „kriminelles Milieu“. Abschließend stellte das WDR 5 die Frage zur Diskussion ob der Staat machtlos sei gegen Gewalt und Kriminalität. „Sechel“ sprach mit der Gruppe „Assoziation wider die Verhältnisse“ über die Veranstaltung, die Rolle diverser Medien im Rechtruck, die Mobilisierung rechter Akteur_innen und die Interventionsmöglichkeiten von antifaschistischen Gruppen.