Am Samstag, den 09. Januar 2016 sammelte sich am Rathausplatz „Düsseldorf passt auf“. Dabei handelt es sich um eine Gruppe, die explizit keine „Bürgerwehr“ sein möchte, „Frauen schützen“ will und durch die Altstadt patroulliert. Bei der Gründungsveranstaltung mit dabei: Ein bekannter rechter Hooligan. Nach der ersten Patroullie ist klar, dass er nicht die einzige fragwürdige Person ist.

Nicht nur der Gründer der Initiative Tofigh Hamid verfasste in der Vergangenheit sexistische und antisemitische Facebook-Posts. Nun stellt sich heraus, dass einer der Administratoren und Organisatoren Dennis H. rassistische Einstellungen vertritt. Die Bild berichtet von ihrer ersten Patroullie und auf dem Titelbild ist eine Person mit Hund zu sehen, die voran geht: Dennis H.

Sein Facebook Profil spricht für sich. Likes für die NPD, für die Republikaner oder etliche sexistische Seiten. Ähnliches gilt für Michael H. Auch er ist kein unbeschriebenes Blatt, auch seine Gesinnung lässt sich einfach auf Facebook nachvollziehen.

Auch anwesend bei der ersten Patroullie waren bekannte Schläger der rechten Hooligan-Gruppe „Fortuna Terror“, die mehrfach an rechten Demonstrationen teilgenommen haben, zum Beispiel bei HoGeSa und an Übergriffen auf Linke beteiligt waren. Apropos HoGeSa-Veranstaltung: Am gleichen Tag fand ja bekanntermaßen die Demonstration von Pegida NRW in Köln statt. Mit dabei in vorderster Front: Jürgen Hans Grimm. Grimm war dann rein zufällig am Abend auch in der Altstadt und schaute sich die „Bürgerwehr“ aus nächster Nähe. Er näherte sich dieser durch Gespräche an, jedoch war nicht ersichtlich ob er ein Teil der Gruppierung ist.

An den ersten Patroullien durch die Altstadt beteiligten sich rund 50 Menschen. Wenig, wenn man bedenkt, dass die Gruppe über 12.000 Mitglieder bei Facebook hat. Eingeteilt in Klein-Gruppen zogen sie dann durch die Altstadt. Zu besonderen Vorfällen kam es nach unserem Kentnissstand nicht. Schaut man sich die beteiligten Personen und ihr Weltbild an, so ist es eher verwunderlich, dass es noch keine Erkenntnisse zu gewalttätigen Vorfällen gibt. Sicher ist jedoch: Die Freude der „Düsseldorfer Frauen“ wird immens sein über solch feministischen Schutztruppen.

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